Das Saxofon steht im Mittelpunkt des Workshops zweier Orchester

DÜREN. Das Saxophon ist ein wichtiger Bestandteil jedes Blasorchesters. Anders als sein Korpus aus Metall vielleicht vermuten lässt, gehört es zur Instrumentengruppe der Holzbläser. Das liegt am Mundstück des Saxophons, in dem, wie zum Beispiel bei der Klarinette, ein einfaches Rohrblatt den Klang erzeugt. Erfunden wurde es Mitte des 19. Jahrhundert von Adolphe Sax und ist seit dem aus der Blasmusik nicht mehr weg zu denken.

An diesem Wochenende widmeten sich auch das Sinfonische Blasorchester der Musikschule Düren und das Landesblasorchester NRW ganz dem Saxophon. Aus einer langen Tradition heraus kooperieren die beiden Orchester jedes Jahr unter der Leitung von Dirigent und Musikpädagoge Renold Quade um eine Workshopreihe mit anschließendem Konzert zu gestalten. In jedem Jahr steht ein anderes Instrument im Fokus und passend dazu wird ein international renommierter Instrumentalsolist eigeladen.

Mit Professor Matthias Anton war an diesem Wochenende einer der führenden Saxophonisten Deutschlands zu Besuch in Düren. Er studierte Saxophon in Mannheim und Stuttgart und arbeitete bereits mit zahlreichen internationalen Größen sowohl als klassischer Saxophonist, als auch in Crossover-Projekten.

Seit 2010 ist er Honorarprofessor für klassisches Saxofon, Schulmusik und Jazz/Pop an der Staatlichen Hochschule für Musik Trossingen. Als Dozent für Gehörbildung und Tonsatz arbeitet er seit 2013 am Hohner-Konservatorium in Trossingen.

Die Workshopreihe startete am Freitag mit einem „Meisterkurs Saxofon“ für Fortgeschrittene. Am Samstag fand dann sowohl „Junges Saxofon“ für 10- bis 14-Jährige mit etwa zwei Jahren Spielpraxis, als auch ein Workshop „Saxofon“ ohne Altersbegrenzung ab vier Jahren Spielpraxis statt.

Der Höhepunkt des Wochenendes war dann das gemeinsame Konzert des Landesblasorchestesr NRW und des Sinfonischen Blasorchesters der Musikschule Düren als Teil der Konzertreihe Cappella Villa Duria. Geleitet wurden beide Orchester von Renold Quade.

In der ersten Konzerthälfte präsentierte sich das Landesblasorchestesr NRW. Zu ihrem Repertoire zählte unter anderem die „Hans Christian Andersen Suite“, die der erst kürzlich verstorbene Komponist Soren Hyldgaard dem Leben und den Werken des dänischen Dichters widmete. Professor Matthias Anton hatte seinen ersten Auftritt als Solist bei zwei Stücken aus „Birds“ von Toshio Mashima und überzeugte mit gefühlvollem Spiel.

Im zweiten Teil präsentierte dann die Musiker des Sinfonischen Blasorchesters der Musikschule Düren ihr Können. Auch hier hatte Anton einen Soloauftritt bei „Carnival“ von Philip Sparke. Wie schon in den Vorjahren entstand so durch die Kooperation der beiden Orchester ein rundes und abwechslungsreiches Konzert.

Aachener Zeitung Online, Von km, Letzte Aktualisierung: 14. Mai 2018, 10:56 Uhr

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